Stoneman – How To Spell Heroin (R)

STONEMAN – How to spell Heroin

Artist: STONEMAN
Title: How to spell Heroin
Homepage: STONEMAN
Label:
TWILIGHT

Melancholische, kraftvolle Songs und mitreißende düstere Hymnen. Brachiale Gitarrenriffs, mystische Melodiösität und viel Sexappeal. So könnte man kurz und knapp das zweite Album „How to spell Heroin“ der Schweizer Formation STONEMAN beschreiben. Sie präsentiert sich im alten sexy Gewand – mit neuen Einflüssen. So klingen die Jungs (Mikki Chixx – Vocals; Dave Snow – Bass, Keyboard; Mr. Fly – Gitarre; Rico H. – Drums) mal nach den 69 EYES, mal nach WEDNESDAY 13, aber MARILYN MANSON bzw. die DEATHSTARS werden natürlich ebenso wenig verleugnet. Eine Weiterentwicklung ist jedoch deutlich zu erkennen. Man hat im letzten Jahr an die 100 Liveshows gespielt und ist dadurch zu einer festen Einheit geworden. Produziert wurde die Platte wiederum von Dave Snow und gemixt von Jem (GUANO APES, MAD SIN). Nach wie vor klingt das Werk sehr sexy und heiß, jedoch nicht mehr so dreckig wie der Vorgänger „Sex.Drugs.Murder.“

„How to spell Heroin“ ist sowohl Namensgeber fürs Album als auch Opener und beginnt mit dem Hinweis einer weiblichen Computerstimme, dass die mentale Kondition erschöpft sei und man doch dringend einige Medikamente gegen diesen Zustand anwenden solle. Und genauso wie gewisse Drogen wirkt die CD auf das Hörerohr. Bei den ersten Klängen ist man sofort gut drauf und auf Party und Headbangen eingestellt. Das zweite Stück nennt sich „Save me the last Waltz“ und wer könnte Mikki Chixx diese Bitte abschlagen, wo er doch so schön singt, schreit und fleht. „Bizarre.Glam.God“ ist das nächste Brett auf dem Silberling und entpuppt sich als Earcatcher (genauso wie „Dead or Alive“, „Nightmare on Elmstreet“, „No use for Life“ und „Necromantic Dreams“), mit steter Gitarrenlinie und melodischem Chorus versehen. „Dope Army“ klingt wie eine skurrile Hommage an die amerikanische Army (Textzeile: „Stars and Stripes and Uniforms“) und ist genauso ein eingängiger Ohrwurm wie schon zuvor benannte Stücke. „Wer ficken will“ ist wohl einer der direktesten und ehrlichsten Kompositionen auf dem Album. Zu Beginn wieder deutsch/ englisch gehalten („Wer ficken will muss freundlich sein. Who wants to fuck has to be nice.“), im weiteren Verlauf aber durchgängig deutschsprachig. Unterstützt wird der Fronter diesmal von Sängerin Sandra Baschin (ULTRA VIOLET, KITE), die mit lieblicher Stimme den Chorus am Anfang vertont („Gott sprach es werde Licht. Doch wer du bist das sieht man nicht. In dieser Welt sind wir allein. Wer ficken will muss freundlich sein.“), bevor Mikki wieder mit teuflischer Stimme den Chorus beendet („Spieglein Spieglein an der Wand, wir haben es schon längst erkannt. Wir leben ein Leben voller Trug und Schein. Wer ficken will muss freundlich sein.“). Wird nicht jedermann mögen, aber das dürfte den Eidgenossen so was von egal sein… Als Abschlusssong gibt es „Alone in the Dark“ auf die Ohren und dieser Track könnte dafür nicht besser gewählt sein. Er ist superatmosphärisch und mystisch angehaucht und die Stimme des Front-Beaus gibt diesem Stück noch das gewisse Etwas mit viel Tiefe.

Mit dieser Komposition endet auch die Reise durch die Welt von STONEMAN und befördert uns sanft zurück in die Realität, die man am liebsten gleich wieder verlassen möchte. Die Platte ist auf jeden Fall sehr empfehlenswert für Fans von MANSON bis DEATHSTARS und zudem jeden Cent wert. Und immer dran denken: Wer ficken will muss freundlich sein!

© Nefer

Terrorverlag

Nerotunes


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